Sprachen, Leidenschaft und Expertise

Die Schweiz hat vier Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Diese Mehrsprachigkeit rührt aus den Beziehungen zu den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien. Ein Reichtum, der gepflegt und bewahrt werden muss. In der Schweiz lernen die Kinder in der Schule neben ihrer Muttersprache mindestens eine zweite Landessprache. Zwei Drittel der Bevölkerung verwenden mindestens einmal pro Woche mehr als eine Sprache.

Sprache – eine Definition

Sprache ist ein Kommunikationsmittel zwischen Personen, das sowohl das Senden einer Nachricht (der Sprechende) als auch das Empfangen dieser (der Zuhörende) umfasst. Sie ist ein komplexes System aus Lauten und Zeichen, die nach bestimmten Regeln zu grösseren Einheiten wie Wörtern und Sätzen verbunden werden. Jedem geschriebenen Zeichen (Buchstabe, Symbol, Schriftzeichen) wird eine Bedeutung zugewiesen.

Das Erlernen einer Sprache

Für manche reines Vergnügen, für andere pures Kopfzerbrechen. Das Erlernen einer Fremdsprache ist für jeden von uns eine mehr oder weniger grosse Herausforderung. Wie schwierig das ist, hängt natürlich vom Willen des Lernenden ab, aber auch von den Grundlagen der eigenen Muttersprache.

Aber welche Sprachen sind eigentlich am schwierigsten zu lernen? Es gibt zwar keine offizielle Rangliste, aber Mandarin und Arabisch gehören eindeutig zu den schwierigsten Sprachen.

– Chinesisch, oder genauer gesagt Mandarin, die meistgesprochene Sprache in China, ist keine Buchstabensprache, sondern eine Zeichensprache mit insgesamt über 80.000 individuellen Zeichen. Und jedes Zeichen steht für ein Wort, das zusammen mit einem anderen Zeichen ein neues Wort bilden kann. Das macht die Sache für die Lernenden sehr kompliziert. Aber die Vielzahl und Vielfalt der chinesischen Schriftzeichen sind nicht die einzigen Faktoren, die das Erlernen der Sprache erschweren. Mandarin ist auch eine sogenannte tonale Sprache, ein Konzept, das uns Schweizern mehr als fremd ist. Die Bedeutung einer Silbe ändert sich je nachdem, wie sie betont wird. Neben dem neutralen Ton werden vier Töne unterschieden. So kann die Silbe „ma“ für Mama, Hanf, Pferd oder Beleidigung stehen. In Bezug auf die Stellung der Satzglieder weist die chinesische Grammatik hingegen Ähnlichkeiten mit der deutschen Grammatik auf. Das ist ein guter Grund, wieder Mut zu fassen.

– Auch das Arabische ist für uns sehr komplex. Die erste Schwierigkeit ist die Schreib- und damit Leserichtung von rechts nach links. Die 28 Buchstaben des arabischen Alphabets lassen sich zwar schnell erlernen, aber man muss wissen, dass es für jeden Buchstaben vier verschiedene Formen gibt. Ein und derselbe Buchstabe wird unterschiedlich geschrieben, je nachdem, ob er allein, am Wortanfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes steht. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass es im Arabischen kurze Vokale, lange Vokale und verdoppelte Vokale gibt. Kurze Vokale sind keine eigenständigen Buchstaben. Sie werden wie ein Hilfszeichen über oder unter einem Konsonanten geschrieben. Zwar kann man alles lernen, aber viele Texte werden ohne Betonungszeichen gedruckt. Das Textverständnis ist also schwierig, wenn man das geschriebene Wort und die grammatikalische Struktur der Sprache nicht kennt. Letztere ist überraschend: Allein das Erlernen der arabischen Verben erfordert grosse Willenskraft, da sie nach Wurzeln gebildet werden. Es gibt bis zu 15 Wurzeln, die von der Wortwurzel abgeleitet werden und immer eine andere Bedeutung haben. Mit einer grossen Portion Willenskraft lässt sich alles erlernen, auch die Aussprache der arabischen Kehlkopflaute.

Die Bedeutung der Sprache

Ohne das Kommunikationsmittel Sprache wäre der Mensch kein Mensch. Die Sprache drückt sich durch Laute, Ausdrücke und Gesten aus. Als echte soziale Brücke ist sie für die menschlichen Beziehungen von entscheidender Bedeutung. Sprache und Denken bedingen sich gegenseitig. Die Sprache ist unser Schlüssel zur Welt, sie ermöglicht uns, an ihr teilzuhaben und sie zu gestalten. Sie ermöglicht uns den sozialen Austausch. Sprache ist Leben.

Abschliessend

Das Erlernen einer Fremdsprache ist eine individuelle Herausforderung, die massgeblich von der Muttersprache des Lernenden beeinflusst wird. Auch Deutsch und Französisch sind alles andere als leicht zu erlernende Sprachen, und ihr Erwerb kann insbesondere für Nicht-Muttersprachler schwierig sein.

Sprachen wie Chinesisch und Arabisch sind aufgrund ihrer völlig unterschiedlichen Schriftsysteme und grammatikalischen Strukturen besonders anspruchsvoll für Benutzer des lateinischen Alphabets.

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